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1989 – Das Jahr der Wende
Die LPG Pflanzenproduktion „ Am Fließ “ löste sich auf. Der damalige Vorstand der LPG traf die Entscheidung, die sich im Nachhinein als sehr weise herausstellte, nicht alles Bestehende zu zerstören oder dem Selbstlauf zu überlassen, sondern den Mitgliedern eine Starthilfe in das neue Gesellschaftssystem zu geben, so auch der LPG- Küche.
Die Köchinnen Birgit Lehmann, Inge Möbert, Ilona Schulze und aus dem Büro der ehemaligen LPG „Aktivist“ Christel Lehmann nahmen ab Mai 1991 das Schicksal der LPG- Küche in ihre Hände.
Es wurden täglich kaum noch 80 Mittagessen hergestellt. Nun hieß es erst einmal Essenteilnehmer zu gewinnen. Noch im Jahr 1991 kamen die Schule und die Kita Schönewalde und sehr viele Kunden im Speisesaal dazu, so dass sich die Essenzahl auf 350 Portionen täglich erhöhte.
Die LPG hatte uns das Laufen gelernt, nun sollten wir auf eigenen Beinen stehen. Als Küchenkollektiv sahen wir unsere guten Perspektiven für die Küche, aber auch die Probleme die das große Gebäude für uns bringt. Wir brauchten einen starken Partner! So führten wir Gespräche mit
dem ASB OV Falkenberg e.V., der in Schönewalde im Haus der ehemaligen Arztpraxis (jetzt Physiotherapie Weber), bereits die Sozialstation eingerichtet hatte. Der damalige Geschäftsführer Joachim Richter stand unserem Angebot sehr positiv gegenüber, er hatte gleich viele Ideen.
So mietete der ASB ab 01.07.1992 das Sozialgebäude der LPG, und übernahm die Küche.
Für unser kleines Küchenteam eine Umstellung. Wir konnten nicht mehr mit dem LPG B 1000 in die Metro zum Einkauf fahren, das Fleisch kam nicht mehr von der LPG eignen Schlachtung.
Der ASB brachte uns viele neue Herausforderungen.
Unser Essenauto der PKW Trabant wurde stillgelegt und durch einen Seat Terra ersetzt, auf den wir mächtig stolz waren - das erste Westauto- das aber nicht weniger klapperte als der Trabbi.
1993 begannen wir damit Einzelportionen für die Rentner der Sozialstationen auszuliefern. Der ASB hatte einige Kindergärten aus Falkenberg und Herzberg in seine Trägerschaft übernommen, die nun von der Küche Schönewalde beliefert werden sollten. Ein zweiter Essentransporter wurde ngeschafft. Die Köchin Karin Groke und der Koch Ulrich Donat stärkten unser Team. Wir kochten jetzt täglich ca. 600 Mittagessen. Am Wochenende betrieben wir einen Partyservice, im Speisesaal wurden Familienfeiern und andere Veranstaltungen durchgeführt. Des weitern wurde die im Hause entstandene Jugend-Freizeitstätte mit Vollverpflegung versorgt. Viele Aufgaben, die nur mit großen persönlichem Einsatz der Mitarbeiter realisiert werden konnten, uns aber die Wirtschaftlichkeit sicherten. Die Verwaltungsarbeit war nicht mehr nur mit einigen Blättern Papier und Kugelschreiber zu bewältigen. Der Computer nahm Einzug in die Küchenorganisation.
1995 verstarb der Geschäftsführer Joachim Richter.
Norbert Herbrig übernahm nun das Ruder ASB OV Falkenberg e.V.
Es begannen umfangreiche Baumaßnahmen in der Küche. Die ständig steigenden Mittagessenzahlen machten Erweiterungen notwendig. Es wurden neue Großküchengeräte angeschafft, Räume umfunktioniert, die gesamte Elektro- und Wasseranlage saniert, eine neue Speisenausgabe gebaut, die Lüftungsanlage, die Kühlanlagen, der Fußboden erneuert. Die Umbaumaßnahmen wurden immer bei laufendem Betrieb durchgeführt oft am Wochenende.
Unser Fuhrpark besteht nun aus 5 VW Transportern, zusätzlich nutzen wir die Fahrzeuge der Sozialstationen. Die Köchinnen Erika Heinze, Brigitte Vorsatz, Rommy Schumann, Daniela Wagner, Stefanie Apitz wurden nach und nach eingestellt.
2010 können wir jetzt mit Stolz von der ASB Küche sagen, dass wir uns zu einem leistungs- und konkurrenzfähigem Cateringunternehmen entwickelt haben. Wir sind mit modernsten Küchengeräten ausgestattet, baulich und technisch hat die Küche ein hohes Niveau. Wir sind anerkannte und zuverlässige Partner unserer Handels-, Zuliefer-, und Serviceunternehmen. Die Arbeitsabläufe im Küchenbereich sind optimal, unter Einhaltung aller hygienischen Anforderungen organisiert.
Wir kochen täglich 1600 Mittagessen, 3 verschiedene Menüs,
davon 800 für Schulen und Kindergarten, 800 für Erwachsene.
Wir beliefern 12 Kindertagesstätten, 4 Schulen,
zahlreiche Rentner, Einzelpersonen, Familien, Betriebe und
7 Krankenpflegedienste mit unserem Mittagessen,
2 Übernachtungsstätten erhalten von uns Vollverpflegung.
Diese Arbeit wird von 8 ausgebildeten Köchinnen ausgeführt. Bei der Annahme der Bestellungen unserer Essenkunden und der Aufbereitung der Zahlen für die Küche hat Frau Blockus, im Büro
alle Hände voll zu tun. Ebenfalls eine große logistische Herausforderung ist das Ausliefern der Mittagessen an den Endverbraucher. Hier können wir uns auf ein flexibles Team von
8 Essenfahrern verlassen. Ein waches Auge über alle Arbeitsabläufe hat die Küchenleiterin Christel Lehmann, außerdem gehört zu ihren Aufgaben die Erstellung der Speisepläne, der Wareneinkauf und die Rechnungslegung. Die Finanzbuchhaltung erfolgt zuverlässig in der Geschäftsstelle des ASB in Herzberg. Wir setzen alles daran, für unsere Essenteilnehmer jederzeit ein flexibler und zuverlässiger Dienstleister zu sein. |
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